Verlust des Führerscheins: Arbeitnehmer verliert Arbeitsplatz

Arbeitnehmer haben beim Verlust ihres Führerscheins auch den Verlust Ihren Arbeitsplatzes zu befürchten. Das hat das Arbeitsgericht Frankfurt in einem Urteil festgestellt. Das Gericht bestätigte damit die Kündigung eines Gepäckwagenfahrers einer Transportfirma am Frankfurter Flughafen. Der auf dem Flughafenrollfeld für die Beförderung von Gepäckstücken zuständige Mitarbeiter hatte sich in seiner Freizeit trotz eines Blutalkoholgehaltes von 1,7 Promille an das Steuer seines Autos gesetzt und war in eine Polizeikontrolle geraten. Vor Gericht trug der Arbeitnehmer vor, es sei der Firma zumutbar, ihn bis zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis in einigen Monaten anderweitig zu beschäftigen. Die Arbeitgeberin verwies jedoch auf ihr Sicherheitsinteresse und den von dem Arbeitnehmer selbst verschuldeten Verlust des Führerscheins.

Fazit:
Wer durch Alkohol am Steuer seine Fahrerlaubnis und damit seinen Führerschein verliert, muss neben einer Mindestsperrfrist von 6 Monaten und einer erheblichen Geldstrafe mit dem Verlust seines Arbeitsplatzes rechnen. Sollte durch die Alkoholfahrt noch ein Unfall verursacht worden sein, kann es zu einem Regress der eigenen Kfz-Haftpflichtversicherung kommen. Zudem kann es zur Leistungsfreiheit der eigenen (Voll-) Kaskoversicherung aufgrund des Obliegenheitsverstoßes kommen. Daher ist dem Betroffenen dringend anzuraten, sich nach einer Fahrt mit einem Fahrzeug unverzüglich mit einem qualifizierten Rechtsanwalt in Verbindung zu setzen.